Der liberale Mythos der Freiheit: Wie frei sind wir? (7/7)

29. November 2020 - Wir haben uns in den letzten Wochen ausführlich mit Fragen auseinandergesetzt, die das Wesen der Freiheit betreffen und dabei einige sozialphilosophische Weichenstellungen ihrer politischen Umsetzung im Verlaufe der Aufklärung betrachtet. Wir haben gesehen, dass die politische Instrumentalisierung der Freiheit besonders in der Ideologie des Liberalismus verankert ist. Doch welche Implikationen haben die Erkenntnisse für unsere heutige Existenz? Wie frei hat uns das wirklich gemacht? Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (6/7)

22. November 2020 - Staat und liberal-bürgerliche Gesellschaft wurden bis Kant als eine einzige ideologische Sphäre gedacht. Die Unterscheidung von Gesellschaft und Staat ist dagegen hauptsächlich Georg Wilhelm Friedrich Hegel zu verdanken. Dieser erst schuf mit seiner „Rechtsphilosophie“ ein Theoriegebilde und einen Begriffsapparat, um die politischen Eliten des liberalen Bürgertums als staatstragende Herrschaftsschicht zu identifizieren und zwischen politischen Gruppen zu differenzieren. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Immanuel Kant (5/7)

15. November 2020 - Auch im Deutschland des ausgehenden 18. Jahrhunderts waren die Sozialphilosophen nicht untätig – ganz im Gegenteil: sie wurden zu prägenden Figuren des ideologischen Wandels. An vorderster Stelle Berühmtheit erlangte Immanuel Kant, der die Widersprüche einer „ungeselligen Geselligkeit“ im Menschen zur Voraussetzung seiner Selbstverwirklichung im Recht hervorhebt. Wie er diese ungewöhnliche Sichtweise ableitete, damit beschäftigt sich unser heutiger Artikel. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Jean-Jacques Rousseau (4/7)

08. November 2020 - Verlassen wir England und wenden uns dem vorrevolutionären Frankreich zu, das spätestens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum politischen Zentrum des Umbruchs wurde. In sozialphilosophischer Hinsicht besonders einflussreich wurde in dieser Phase Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Seine radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft und dem Liberalismus bedeutete gleichzeitig ein Zurück zur verheißungsvollen Freiheit der Natur. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: John Locke (3/7)

01. November 2020 - Weniger diskutiert aber häufiger umgesetzt als die Ideen von Thomas Hobbes wurden die politischen Konzepte des John Locke (1632 – 1704). Er erlangte besonders zu Zeiten der „Glorious Revolution“ (1688/89) im Vereinigten Königreich großen staatstheoretischen Einfluss, u.a. mit der Gewaltenteilungslehre. Zudem begründete er den klassischen Liberalismus, der seitdem gleichermaßen die Grundsätze des politischen Alltags bestimmt. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Thomas Hobbes (2/7)

25. Oktober 2020 - Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588 – 1679) war konsequenter Rationalist mit dem Anspruch, soziale Gesetze wie Naturgesetze wissenschaftlich beweisen zu wollen. Im „Leviathan“, der 1651 erstmals erschien, stellte er derart revolutionäre Thesen auf, dass viele Forscher in diesem Werk den Beginn der Aufklärung sehen. Es geht um nicht weniger als die freie und vernünftige Einsicht des Menschen über die Notwendigkeit der Unterwerfung. Weiterlesen...

Taliban gewinnen den Afghanistan-Krieg

22. Oktober 2020 - Fast unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit steht mittlerweile fest: Die Taliban werden den nach den Anschlägen vom 11. September 2001 von den USA begonnenen Krieg in Afghanistan gewinnen. In den seit Monaten andauernden Friedensgesprächen mit der amerikanischen und der afghanischen Regierung diktieren sie, nicht zuletzt mithilfe einer blutigen Anschlagsserie als Druckmittel, die Bedingungen für ein Ende des Konflikts. Eine Bestandsaufnahme. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit (1/7)

16. Oktober 2020 - Die Freiheit ist der „Ur-Wert“ unserer modernen westlichen Gesellschaft. Das Gewähren der einen Freiheit war nicht nur Hauptbestandteil bürgerlicher Legitimation bei der Bekämpfung vormoderner Gesellschaftsstrukturen, sondern wird bis heute als innen- und außenpolitisches Schlagwort gebraucht, um das Handeln politischer Eliten zu legitimieren. Wo liegen die Wurzeln dieses Denkens und wie realitätsnah ist es, wenn wir uns heutzutage als frei bezeichnen? Weiterlesen...

Zur Direktdemokratie

31. Juli 2020 - Immer wieder, und in den alternativen Medien links wie rechts des politischen Spektrums derzeit immer häufiger, kommt die Forderung nach mehr direktdemokratischen Elementen in politischen Entscheidungsprozessen in Deutschland auf. Desöfteren wird deren Vermeidung mit der Angst der abgehobenen Eliten vor der Meinung des Volkes erklärt. Fernab dieser sicherlich zutreffenden Feststellung, gibt es jedoch gute Argumente gegen zuviel Direktdemokratie. Weiterlesen...

Europas Rolle im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003: Deutschland & Frankreich (2/2)

23. Juni 2020 - Im ersten Artikel zur Entscheidungsfindung Westeuropas im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003 ging Tony Blair „all-in“ und setzte seine eigene Zukunft aufs Spiel, um – was viele damals ahnten und heute wissen – Interessen fernab der Terrorbekämpfung durchzusetzen. Setzen wir unsere kleine Zeitreise nun fort und gehen zurück ins politische Deutschland und Frankreich des Jahres 2003. Was unterschied die beiden Länder von Großbritannien? Weiterlesen...

Europas Rolle im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003: Großbritannien (1/2)

20. Juni 2020 - Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika am 11. September 2001 Opfer von Terroranschlägen geworden waren, aktivierte der NATO-Rat erstmals in seiner Geschichte den Bündnisfall. Anders stellte sich die Ausgangslage rund eineinhalb Jahre später beim geplanten Einmarsch der Vereinigten Staaten im Irak dar. Der Angriff beschwor die größte Krise zwischen den USA und Europa seit dem Zweiten Weltkrieg herauf. Weiterlesen...

Was ist eigentlich Politik?

15. Juni 2020 - Wir alle reden täglich von Politik und über Politiker, meist abschätzig und aus einer eigenen Machtlosigkeit heraus. Wir folgen und befolgen, geben Verantwortung ab, erwarten dafür aber auch Sicherheit. Doch wie funktioniert Politik wirklich und warum brauchen wir das? Weiterlesen...

Kanonenbootpolitik in Venezuela: Die Eskalation (2/2)

06. Juni 2020 - Im ersten Teil widmeten wir uns den Besonderheiten der politischen Kultur in Lateinamerika und der tiefen Verankerung des Sozialismus in der Gesellschaft Venezuelas. Wir endeten vor der Frage, wie aus dem ehemals stabilen Land innerhalb weniger Jahre der größte Krisenherd des Kontinents werden konnte. Warum formierte sich ein so früher Widerstand gegen den Wahlsieger 2013 Nicolás Maduro, der die erfolgreiche Politik seines Vorgängers mitgeprägt hatte? Weiterlesen...

Kanonenbootpolitik in Venezuela: Die Ausgangssituation (1/2)

30. Mai 2020 - In Venezuela tobt derzeit ein Kampf gegen das Ende einer Ära – gegen das Ende der politischen Linken in Südamerika. Da dieses Ende nicht nur von der innenpolitischen Opposition, sondern auch mit nahezu allen Mitteln von außen durch die USA forciert wird, ist es ein Konflikt von globaler Dimension. Um zu verstehen, was vor sich geht, muss man ein wenig in die politische Kultur Lateinamerikas eintauchen. Weiterlesen...

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