Eine kleine Geschichte der Medienmanipulationen (1/3)

Schafft er eine Grundlage für Verständnis oder für weiteren
Terror? Die einseitige Berichterstattung lässt solche Fragen
zumeist außen vor (©janrye/pixabay)

12. Dezember 2020 Medienmanipulationen sind ein Reizthema heutiger Tage. Während die einen davon überzeugt sind, dass wir von den Medien nach Strich und Faden belogen und betrogen werden, sehen andere in diesen Behauptungen nur das Symptom einer zunehmend irrationalen Hysterie. Es folgt daher der Versuch ein wenig Rationalität in die Debatte zu bringen – ohne den Anspruch einer objektiven Wahrheit und in der Gewissheit selbst manipuliert zu sein.

Die Mitmenschen zu manipulieren, so dass deren Handlungen den eigenen Wünschen und Zwecken näherrücken, das gibt es wohl, seit es den Menschen an sich gibt. Schon die frühen Menschen dürften versucht haben Feinde zunächst mit manipulativen Methoden daran zu hindern diese oder jene unerwünschte Handlung auszuführen, bevor offen im Kampf aufeinander losgestürmt wurde. Der Manipulation an sich liegt nicht zwangsläufig eine gute oder eine schlechte Absicht zugrunde, sie ist nicht nur Bekriegungs-, sondern auch Befriedungsstrategie. Wir manipulieren täglich unsere liebsten Mitmenschen, damit sie ihre unerwünschten Verhaltensweisen ablegen. Auch im Beruf tun wir das, um nicht permanent mit offenen Karten zu spielen und damit die eigenen Mühen zu torpedieren. Manipulationen beginnen gleich dort, wo Menschen beginnen miteinander zu interagieren.

Politik als Interaktion im gemeinschaftlichen bzw. öffentlichen Raum bildet da natürlich keine Ausnahme – ganz im Gegenteil, bei Fragen der Macht- und Ressourcenverteilung handelt es sich häufig um Hochkostensituationen, in denen erst recht auf alle hilfreichen – und somit auch manipulative – Mittel zurückgegriffen wird. Nicht nur Konkurrenten manipulieren sich gegenseitig; in hierarchischen Beziehungen versuchen machtlosere Akteure die machtvolleren zu gewissen, für sie vorteilhaften Entscheidungen zu bewegen und die Mächtigen manipulieren die Machtlosen wiederum ständig für ihre eigenen Zwecke. Oftmals bemerken wir nicht einmal selbst, dass und wie wir manipulieren, da wir dabei unbewusst Erlerntes anwenden. Wer Medienmanipulationen in Deutschland von vornherein ausschließt, der sollte sich vor diesen Hintergründen fragen, warum es Akteure im Staat unterlassen sollten ausgerechnet in der Machtpolitik, also den denkbar höchsten Hochkostensituationen, auf eine dermaßen normale und bewährte Alltagsstrategie zurückzugreifen.

Wirkung von Manipulationen

Im Gegensatz zur Propaganda kommt Manipulation versteckt daher, mit der expliziten Absicht vom Empfänger nicht bemerkt zu werden. Per Definition (hier: "Gabler Wirtschaftslexikon") handelt es sich um eine Form der Beeinflussung, bei der Methoden gewählt werden, die nicht durchschaubar sind und die den Empfängern das subjektive Gefühl geben, sich frei entscheiden zu können. Hat das Subjekt eine Manipulation durchschaut, so ist es ihr also bereits entgangen. Außer natürlich für den Fall, dass die Manipulation darin bestand, das Subjekt glauben zu lassen es sei ihr entgangen und es glauben zu lassen eine freie Entscheidung getroffen zu haben. Diese Tücken der Psychologie machen es besonders auf dem Gebiet der Medien, also auf einer Ebene, auf der uns Einschätzungen von Dritten über ihnen in aller Regel ebenfalls nur zugetragene Ereignisse gebündelt vermittelt werden, so kompliziert sich zurechtzufinden.

Das menschliche Gehirn ist bereits viel zu beschränkt, um Informationen im alltäglichen Umfeld schnell und ausreichend filtern und verarbeiten zu können. Wie soll es dann auf einer Metaebene Informationen beurteilen können, die nur wenige und meist indirekte Berührungspunkte zur eigenen Erfahrungswelt haben? Es gibt gar keine rationale Basis für perfektes Verständnis.

Durch die Komplexität heutiger Gesellschaften ist dieses beschränkte Gehirn zunehmend überfordert mit den zahlreichen, oft widersprüchlichen Informationen, die ihm vorliegen und vorgelegt werden. Wir können niemals genau wissen, inwieweit das, was wir glauben und voller Überzeugung nach außen vertreten überhaupt „stimmt“. Akteure im Staat, die zwar wohl oder übel auch nur menschliche Gehirne benutzen, verfügen immerhin über eine staatliche Infrastruktur, die ihnen einen Informationsvorsprung verschafft und dabei hilft sich die Wirrungen des Bürgers zunutze zu machen.

Repressionen als Manipulation des Staates bei Poulantzas


Genialer Theoretiker der Nachkriegs-
zeit: Nicos Poulantzas (1936 – 1979)

Wie subtil Manipulationen der Bürger durch den Staat sein können und wie sehr wir uns an sie gewöhnt haben, ohne sie noch wahrzunehmen, hat unter anderem der griechische Politikwissenschaftler Nicos Poulantzas (1936 – 1979) beschrieben. Poulantzas zufolge wirkt die herrschende Ideologie in alle Lebensbereiche systemstabilisierend hinein: Medien, Kirchen, Schulen, Verwaltungen etc. Bei non-konformem Handeln wird der Bürger, schwere Vergehen natürlich ausgeklammert, zunächst mit nicht-körperlichen Strafen, wie einer Geldstrafe, belegt, doch setzt sich das Handeln weiter fort, z.B. durch Nichtentrichtung der Geldstrafe, werden ihm früher oder später physische Mittel aufgezwungen. Dies geschieht bereits bei scheinbaren Lappalien wie dem „Schwarzfahren“. Bei Nichteinhaltung der aus der Ideologie abgeleiteten Regeln drohen in letzter Instanz immer Repressionen des Staates, die sich auf den Körper des Bürgers beziehen. Dieses Aufzwingen physischer Mittel – und damit die Manipulation des Bürgers – wird durchgesetzt von Institutionen, die die körperliche „Verstümmelung“ symbolisieren: Gefängnisse, Polizei, Armee. Damit verunsichert der Staat unseren Urinstinkt nach Sicherheit. So werden die menschlichen Körper institutionalisiert und verwaltet, geformt und eingegliedert. Im Alltag denken wir in der Regel nicht mehr darüber nach, sondern befolgen das, was die Herrschenden uns auferlegen.

Hoffnungslose Überforderung

Da oftmals von Irrationalität und Verschwörungstheorien gesprochen wird, wenn heutzutage Medienmanipulationen angeprangert werden, bleiben wir nachfolgend bewusst auf einer wissenschaftlich-rationalen Ebene. Selbstverständlich gibt es Verschwörungen aller Art – wahre und unwahre – und selbstverständlich entsprechen zahlreiche, wahrscheinlich die Mehrheit aller anfallenden Manipulationsvorwürfe nicht der Wahrheit. So sicher wissen wir das alle nicht, da niemand, ob Elite oder Normalbürger, durchblicken kann, wer wen irgendwann einmal manipuliert hat und welche gesellschaftlichen Dynamiken darauf zurückzuführen sind. Die Ausreizung des Manipulationspotenzials durch den Staat grundsätzlich zu negieren ist deshalb ebenso die Sprache des bereits manipulierten, wie hinter jeder Entscheidung des Staates eine Intrige zu wittern.

Im Grunde liegen uns ständig Informationsdefizite vor und wir haben keine Ahnung, was (z.B. in der Weltpolitik) vor sich geht. Um uns ein grobes Bild zu verschaffen, sind wir auf die Einschätzungen von Fremden angewiesen, die wir meist ebenso wenig kennen wie die Protagonisten selbst. Das verschafft uns nicht etwa eine zusätzliche Sicherheit, sondern eine zusätzliche Unsicherheit. Um eine Information als glaubwürdig einzuschätzen wird es, neben der Bewertung der Information an sich, in zunehmendem Maße bedeutend dem Vermittler zu vertrauen. Permanent wirken verschwommene, manchmal irrational erscheinende Informationskomplexe auf uns ein, aus denen wir uns dann ein scharfes Gesamtbild malen dürfen, das zur Grundlage unseres Handelns wird.

Der Homo Oeconomicus als rationaler Erklärungsansatz

Ziehen wir das soziologische Grundmodell des Homo Oeconomicus zur Verdeutlichung des Problems heran. Vorab: Wie die Bezeichnung Grundmodell schon suggeriert, handelt es sich um eine modellhafte, vereinfachte Darstellung des menschlichen Handelns, das so in seiner reinen Form nicht vorkommt. Im Alltag vermischt sich Rationales mit Sozialem, Emotionalem, Instinktivem usw. Rationales Handeln ist jedoch ein wichtiger Teil unserer Realität und vor allem eines, das wohl am ehesten nachvollziehbar begründet werden kann.

Was tut der Homo Oeconomicus, wenn Situationen ihn in Fragen der Komplexität überfordern? Er handelt zunächst wenigstens begrenzt rational. Je nachdem wie wichtig ihm die Situation ist, in der Handeln erforderlich wird, wendet er mal mehr und mal weniger Mühe auf, um an mehr Informationen zu gelangen. Das Ziel ist es dabei in aller Regel nicht zu einer perfekten Entscheidung zu gelangen, sondern mit einem begrenzten Aufwand zu einem möglichst zufriedenstellenden Ergebnis.

Erscheinen ihm der Aufwand oder das Informationsdefizit zu groß, beginnt er tendenziell inkrementalistischer zu handeln, d.h. er gibt sich gar nicht mehr die Mühe eine Situation ausführlicher überblicken zu wollen, selbst wenn er mit großem Aufwand vielleicht noch dazu imstande wäre. Wenn er eine neue Tasse benötigt, wird er nicht in jeden Laden der Stadt laufen, um sich einen Überblick über alle verfügbaren Tassen zu verschaffen, aus denen er dann die schönste heraussucht. Stattdessen wird er die erstbeste Tasse kaufen, die ihm gefällt. So zu handeln kann man insofern als rational bezeichnen, als dass es tatsächlich wenig Sinn machen würde alle Tassen anzusehen. Der Ertrag wäre den Aufwand nicht wert.

Solche begrenzt rationalen oder inkrementalistischen Lösungen, über deren Zustandekommen wir in der Regel nicht mehr nachdenken, machen Menschen im Alltag überhaupt erst handlungsfähig. Sie kommen weitaus häufiger vor als rationale Lösungen. Rationale Lösungen häufen sich derweil im Bereich der Hochkostensituationen. Wenn hohe Geldsummen auf dem Spiel stehen, beispielsweise beim Kauf eines neuen Autos, so wird es viel wahrscheinlicher, dass der Homo Oeconomicus möglichst alle für ihn erreichbaren und zur Verfügung stehenden Mittel nutzen möchte, um sein Ziel zu erreichen.

Letzter Ausweg Rationalitätsfiktionen

Doch was ist, wenn die Handlungswahl nicht einmal mehr begrenzt rational oder inkrementalistisch erfolgen kann? Auch dann kann der Homo Oeconomicus mit Entscheidungen rational umgehen, indem er Rationalitätsfiktionen bildet. Das bedeutet, dass wir anderen – und wichtig: oft auch uns selbst – vormachen, dass wir eine rationale Handlungswahl treffen, auch wenn wir dies nicht tun. Unter Rechtfertigungszwang werden Lücken für andere und für uns selbst nachvollziehbar gefüllt, um eine Entscheidung fiktiv zu begründen.

In einer immer komplexeren Gesellschaft existieren immer mehr vorgefertigte Rationalitätsfiktionen, so dass man bei deren Anwendung oft nicht einmal mehr nach ihnen suchen muss. Sie werden generiert, indem viele Akteure sie bei der Beobachtung ihrer Umgebung als erfolgreich empfinden. Eine „Beraterkultur“ in allen Lebensfragen manifestiert diese Fiktionen professionell. So steigt auch die manipulative Macht von Werbung und Massenmedien proportional zu dem stillschweigenden Dulden und nicht mehr bemerken dieser inneren und äußeren Empfehlungen. Und je manipulierter wir sind, desto mehr überfordert uns die Zahl und die Komplexität der zu verarbeitenden Informationen, da unsere Vorannahmen und Erfahrungen verunsichert werden und hinterfragt werden müssen. Es ist ein Teufelskreis. Irgendwo setzen wir dann einfach eine halbwegs sinnvoll erscheinende künstliche Grenze und halten sie fortan für die rationale Wahrheit.

Dabei ergeben sich auch Situationen, in denen sich alle irgendwie der Vortäuschung bewusst sind. Dann wird die gemeinsame fiktive Haltung oft wechselseitig aufrechterhalten, teils stillschweigend. Das hat erzieherischen und sozialintegrativen Charakter, da es suggeriert, dass man sich trotz aller Eingeschränktheit wenigstens um Rationalität bemüht hat – und wenn es nur das Bemühen ist, sich eine Fiktion zurechtzulegen. Das ist immer noch besser, als wenn einem Menschen gar nichts an sozialem Handeln gelegen wäre. Einer Rationalitätsfiktion zu folgen bedeutet im Ergebnis so zu wählen, als ob man entschieden hätte. Sie basieren auf sozial verbreiteten Urteilen. Wenn etwas schief läuft, legitimieren sie und täuschen nach außen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema vor.


„Ich habe gewählt“: Die nach außen getragene mora-
lische Überlegenheit der Verteidigung eines fehlerhaft
funktionierenden Systems aus empfundener Alterna-
tivlosigkeit und mit ausgeprägtem Friedenswunsch
(©Wikimedia Commons)

Für einige ist dies der einzige Grund dafür, dass sie überhaupt an politischen Wahlen teilnehmen. „Ich habe gewählt“ ist eine anerkannte Rationalitätsfiktion, die eine Auseinandersetzung mit politischen Inhalten vortäuschen kann. Es gilt immer noch als die sozialere Alternative zum Nichtwählen, obwohl eigentlich jedem klar sein dürfte, dass sich nur eine verschwindend geringe Zahl der Wähler intensiv mit allen verfügbaren Wahlprogrammen (und vielem mehr) auseinandersetzt. Man feiert am Bundestagswahltag somit nicht nur den neuen Bundeskanzler/die neue Bundeskanzlerin, sondern auch die Tatsache, dass sich immer noch ausreichend Bürger um Rationalität und damit um soziales Handeln bemühen.

Den manipulierenden Journalisten verstehen

Rationalitätsfiktionen erklären auch das Handeln von Journalisten, die kaum noch Zeit haben einen Artikel sauber zu recherchieren. Sie greifen stattdessen auf eine der zahlreichen Möglichkeiten zurück, die ihnen Staat und Gesellschaft bieten, um trotz ihrer Mängel einen anerkannten Beitrag zum gesellschaftlichen Geschehen zu leisten. Eine ganz sichere Methode sind beispielsweise Agenturmeldungen, oder abstrakter: die Repetition gesellschaftlicher Handlungs- und Interpretationsmuster, nicht selten unbewusst durch seine Sozialisierung als Bürger und Journalist geprägt. Jeder Berufstätige weiß bewusst und unbewusst, welches Handeln von ihm erwartet wird und damit gleichzeitig, wo seine Anerkennung und sein Einkommen herrühren. So auch der Journalist.

Hier gleiten wir natürlich tiefer in die psychologische Ebene hinab, die das Bild um einen individuellen Umgang mit ähnlich gelagerten Grundsituationen ergänzen sollte. Auch wurde bereits eingangs angemerkt, dass es weitere soziologische Modelle gibt, die beschreiben, dass auch emotionale oder soziale Faktoren mit in die Entscheidung hineinspielen. Doch das rationale Modell des Homo Oeconomicus zeigt bereits deutlich, dass ein begrenzt rationaler oder irrationaler Anteil schon früh mit in die Handlung einfließt. Noch bevor der Journalist die Möglichkeit bekommt seine Leser zu manipulieren, ist er schon längst selbst manipuliert worden.

Auch interessant: Selbst wenn die Manipulation vom Empfänger durchschaut wird, wird sie desöfteren (wieder bewusst und/oder unbewusst) von beiden Seiten bestritten, wenn beide sie als gültige Rationalitätsfiktion empfinden. Ein herrschaftstreuer Journalist hat dieser Interpretation nach in seiner menschlichen Eingeschränktheit nicht nur auf ein gesellschaftlich anerkanntes Muster zurückgegriffen, um seinen Arbeitsplatz oder seine Stellung in der Gesellschaft zu sichern, sondern auch, um die Position der herrschenden Ideologie zu stärken und damit politische Stabilität und gesellschaftlichen Frieden zu bewahren. Das bewusste oder unbewusste Leugnen der Manipulation birgt, dank dem Pool der gesellschaftlichen Rationalitätsfiktionen, aus dem Sender und Empfänger auswählen können, praktisch keinerlei soziales Risiko. Andere Leser indessen, die eine Manipulation zu erkennen glauben und sie nicht bestreiten wollen, müssen sich auf einen Kampf gegen Windmühlen einstellen, obwohl sie rein faktisch damit im recht sein könnten.

Viele Gemeinsamkeiten

Diese allgemeine Verbiegung der Manipulationen ins Bagatellisieren hinein ist also gerade deshalb gesellschaftlich so dominant, weil sie aus dem Wunsch erwächst, im Frieden mit seiner Umgebung zu leben. Aus einer Antipathie oder gar Verachtung gegenüber politischen Alternativen (bzw. einer empfundenen Alternativlosigkeit), aus einer grundlegenden Angst vor Veränderungen oder aus Informationsdefiziten heraus leiten wir uns gegenseitig zur Akzeptanz gesellschaftlicher Manipulationsgrundlagen an. Das erklärt, warum viele schon die bloße Möglichkeit von Medienmanipulationen dermaßen vehement ablehnen als hinge ihr Überleben davon ab.

Damit liegt oftmals, entgegen beidseitiger Unterstellungen, sowohl dem Handeln der einen als auch dem Handeln der anderen Seite eine gute Absicht zugrunde, obwohl sie sich inhaltlich diametral widersprechen können. Aus ihrer jeweiligen Perspektive heraus wollen sie wahrscheinlich das Gleiche: die Mitmenschen und sich selbst vor negativen Folgen schützen. Daher ist es nicht nur wichtig miteinander zu reden, sondern es vor dem Bewusstsein zu tun, dass niemand die Wahrheit – die wahrscheinlich, so wie wir sie verstehen, nicht einmal existiert – kennt und die überwiegende Mehrheit beider Seiten sich stabile Verhältnisse und keinen Streit wünscht.

„Divide et impera“ („Teile und Herrsche“) ist stattdessen eine uralte und bestens funktionierende Strategie der Herrschenden, um das Volk/die Völker untereinander zu beschäftigen, während die wahren Probleme nicht diskutiert werden. Es handelt sich dabei nicht etwa um irgendeine Verschwörungstheorie, sondern um ein anerkanntes und von niemandem mit ein wenig Fachwissen geleugnetes Herrschaftsprinzip. Die Polarisierung hindert uns daran zusammen zu arbeiten und dann möglicherweise die Herrschaft in Frage zu stellen. Dafür sollte man sich nicht instrumentalisieren lassen.

>>Zu Teil 2 der kleinen Geschichte der Medienmanipulationen<<
>>Zu Teil 3 der kleinen Geschichte der Medienmanipulationen<<

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