Niemand muss sich positionieren

24. Oktober 2021 - Nicht nur außen-, sondern auch innenpolitisch haben in den letzten Jahren die Spannungen zugenommen. Der Systemdruck auf jedes Individuum wächst. Dabei vergessen wir oft, dass in erster Linie wir selbst als Gesellschaft die Macht und die Verantwortung haben diese Einflüsse zu stärken oder zu schwächen. Es ist leichter dem zu entkommen, als es aufrechtzuerhalten. Wir müssen uns nicht ständig Meinungen zu Reizthemen bilden. Wir müssen uns nicht positionieren. Weiterlesen...

Renommierter Virologe warnt vor Auslöschung großer Teile der menschlichen Bevölkerung

15. März 2021 - Dr. Geert Vanden Bossche ist unabhängiger Virologe und Impfstoffexperte und war früher bei der globalen Impfallianz GAVI und der Bill & Melinda Gates Foundation beschäftigt. Er steht damit alles andere als im Ruf ein Impfgegner zu sein. Am 6. März startete er mit folgendem Beitrag einen verzweifelten und medial nahezu unbeachteten Aufruf zum Überdenken der derzeitigen globalen Impfkampagne, deren Fehlerhaftigkeit es seiner Ansicht nach immer schwerer macht „sich vorzustellen, wie die Folgen der umfangreichen und fehlerhaften menschlichen Intervention in dieser Pandemie nicht große Teile unserer menschlichen Bevölkerung auslöschen werden.“ Stattdessen macht er sich für wirksamere Ansätze bei der Entwicklung von Impfstoffen stark. Er hofft damit Politik, Wissenschaftsgemeinde und Öffentlichkeit wachrütteln zu können, bevor es zu spät ist und die Pandemie endgültig außer Kontrolle gerät.

Globalpolitik.de unterstützt seinen Aufruf auf dieser bescheidenen Plattform und stellt eine deutsche Übersetzung bereit.

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Die Angst vor dem „Abschaum“

26. Januar 2021 - In den Niederlanden wurde am Wochenende landesweit gegen die Corona-Politik der Regierung protestiert. Am Ende richtete sich der Fokus der Medien wieder einmal einseitig auf die Krawallmacher. Eine eigene Mitverantwortung seitens der Berichterstatter oder eine objektive Analyse der gesellschaftlichen Krisensituation war nicht zu erwarten. Die „Süddeutsche Zeitung“ verbreitete am Montag gar larmoyant die Angst vor dem Bürgerkrieg. Weiterlesen...

Eine kleine Geschichte der Medienmanipulationen (3/3)

14. Januar 2021 - Mit dem Aufkommen des Druckes und erster Flugschriften durch herrschafts- und religionskritische Gruppen wurden die Herrschenden zu einer Intensivierung gängiger politischer Manipulationen mittels Medien geradezu genötigt. Denn erstmals gelang es damit auch machtfernen Akteuren eine breitere Masse an Rezipienten zu erreichen. Dies provozierte eine Gegenreaktion, eine herrschaftlich getragene Medienpropaganda zur Wahrung der Meinungshoheit. Weiterlesen...

Eine kleine Geschichte der Medienmanipulationen (2/3)

23. Dezember 2020 - Eine ganz gewöhnliche Aufgabe des Staates besteht darin Schutzvorrichtungen nach innen und außen einzubauen, um die herrschende Ideologie zu stützen und die politische Konstruktion vor Systemfeinden zu schützen. Machtwechsel sollen nur innerhalb eines bestimmten Rahmens möglich sein, der durch die Verfassung festgelegt wird. Damit werden regulative Maßnahmen geschaffen, um das Bewusstsein des Bürgers (um)zu formen. Weiterlesen...

Eine kleine Geschichte der Medienmanipulationen (1/3)

12. Dezember 2020 - Medienmanipulationen sind ein Reizthema heutiger Tage. Während die einen davon überzeugt sind, dass wir von den Medien nach Strich und Faden belogen und betrogen werden, sehen andere in diesen Behauptungen nur das Symptom einer zunehmend irrationalen Hysterie. Es folgt daher der Versuch ein wenig Rationalität in die Debatte zu bringen – ohne den Anspruch einer objektiven Wahrheit und in der Gewissheit selbst manipuliert zu sein. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Wie frei sind wir? (7/7)

29. November 2020 - Wir haben uns in den letzten Wochen ausführlich mit Fragen auseinandergesetzt, die das Wesen der Freiheit betreffen und dabei einige sozialphilosophische Weichenstellungen ihrer politischen Umsetzung im Verlaufe der Aufklärung betrachtet. Wir haben gesehen, dass die politische Instrumentalisierung der Freiheit besonders in der Ideologie des Liberalismus verankert ist. Doch welche Implikationen haben die Erkenntnisse für unsere heutige Existenz? Wie frei hat uns das wirklich gemacht? Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (6/7)

22. November 2020 - Staat und liberal-bürgerliche Gesellschaft wurden bis Kant als eine einzige ideologische Sphäre gedacht. Die Unterscheidung von Gesellschaft und Staat ist dagegen hauptsächlich Georg Wilhelm Friedrich Hegel zu verdanken. Dieser erst schuf mit seiner „Rechtsphilosophie“ ein Theoriegebilde und einen Begriffsapparat, um die politischen Eliten des liberalen Bürgertums als staatstragende Herrschaftsschicht zu identifizieren und zwischen politischen Gruppen zu differenzieren. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Immanuel Kant (5/7)

15. November 2020 - Auch im Deutschland des ausgehenden 18. Jahrhunderts waren die Sozialphilosophen nicht untätig – ganz im Gegenteil: sie wurden zu prägenden Figuren des ideologischen Wandels. An vorderster Stelle Berühmtheit erlangte Immanuel Kant, der die Widersprüche einer „ungeselligen Geselligkeit“ im Menschen zur Voraussetzung seiner Selbstverwirklichung im Recht hervorhebt. Wie er diese ungewöhnliche Sichtweise ableitete, damit beschäftigt sich unser heutiger Artikel. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Jean-Jacques Rousseau (4/7)

08. November 2020 - Verlassen wir England und wenden uns dem vorrevolutionären Frankreich zu, das spätestens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum politischen Zentrum des Umbruchs wurde. In sozialphilosophischer Hinsicht besonders einflussreich wurde in dieser Phase Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Seine radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft und dem Liberalismus bedeutete gleichzeitig ein Zurück zur verheißungsvollen Freiheit der Natur. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: John Locke (3/7)

01. November 2020 - Weniger diskutiert aber häufiger umgesetzt als die Ideen von Thomas Hobbes wurden die politischen Konzepte des John Locke (1632 – 1704). Er erlangte besonders zu Zeiten der „Glorious Revolution“ (1688/89) im Vereinigten Königreich großen staatstheoretischen Einfluss, u.a. mit der Gewaltenteilungslehre. Zudem begründete er den klassischen Liberalismus, der seitdem gleichermaßen die Grundsätze des politischen Alltags bestimmt. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit: Thomas Hobbes (2/7)

25. Oktober 2020 - Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588 – 1679) war konsequenter Rationalist mit dem Anspruch, soziale Gesetze wie Naturgesetze wissenschaftlich beweisen zu wollen. Im „Leviathan“, der 1651 erstmals erschien, stellte er derart revolutionäre Thesen auf, dass viele Forscher in diesem Werk den Beginn der Aufklärung sehen. Es geht um nicht weniger als die freie und vernünftige Einsicht des Menschen über die Notwendigkeit der Unterwerfung. Weiterlesen...

Taliban gewinnen den Afghanistan-Krieg

22. Oktober 2020 - Fast unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit steht mittlerweile fest: Die Taliban werden den nach den Anschlägen vom 11. September 2001 von den USA begonnenen Krieg in Afghanistan gewinnen. In den seit Monaten andauernden Friedensgesprächen mit der amerikanischen und der afghanischen Regierung diktieren sie, nicht zuletzt mithilfe einer blutigen Anschlagsserie als Druckmittel, die Bedingungen für ein Ende des Konflikts. Eine Bestandsaufnahme. Weiterlesen...

Der liberale Mythos der Freiheit (1/7)

16. Oktober 2020 - Die Freiheit ist der „Ur-Wert“ unserer modernen westlichen Gesellschaft. Das Gewähren der einen Freiheit war nicht nur Hauptbestandteil bürgerlicher Legitimation bei der Bekämpfung vormoderner Gesellschaftsstrukturen, sondern wird bis heute als innen- und außenpolitisches Schlagwort gebraucht, um das Handeln politischer Eliten zu legitimieren. Wo liegen die Wurzeln dieses Denkens und wie realitätsnah ist es, wenn wir uns heutzutage als frei bezeichnen? Weiterlesen...

Zur Direktdemokratie

31. Juli 2020 - Immer wieder, und in den alternativen Medien links wie rechts des politischen Spektrums derzeit immer häufiger, kommt die Forderung nach mehr direktdemokratischen Elementen in politischen Entscheidungsprozessen in Deutschland auf. Desöfteren wird deren Vermeidung mit der Angst der abgehobenen Eliten vor der Meinung des Volkes erklärt. Fernab dieser sicherlich zutreffenden Feststellung, gibt es jedoch gute Argumente gegen zuviel Direktdemokratie. Weiterlesen...

Die Methode Trump

22. Juli 2020 - Die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlicht am 20. Juli die Analyse eines TV-Interviews, das der „Fox-News“-Journalist Chris Wallace in der vorigen Woche mit US-Präsident Donald Trump führte. Der Autor, dessen Artikel nicht als Kommentar gekennzeichnet ist, stellt allerdings nicht mit kühlem Kopf Position und Gegenposition dar, sondern betreibt einseitig Heldenverehrung (Wallace) und führt den Interviewten (Trump) vor. Was soll der Artikel beim Leser auslösen, muss man sich fragen. Weiterlesen...

Bezahlt Russland die Taliban für das Töten von US-Soldaten?

28. Juni 2020 - Gestern erschien auf der Online-Seite der FAZ ein Artikel, der unterstellt, Russland hätte Taliban-Kämpfer dafür bezahlt US-Soldaten in Afghanistan zu töten. Er bezieht sich auf einen bei der New York Times veröffentlichten Beitrag. Bei solch schwerwiegenden Vorwürfen gebietet es sich für einen Journalisten Recherchearbeit zu leisten. Stattdessen wird der Inhalt durch die FAZ komprimiert wiedergegeben, in gleicher Lesart und voller Spekulationen. Weiterlesen...

Europas Rolle im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003: Deutschland & Frankreich (2/2)

23. Juni 2020 - Im ersten Artikel zur Entscheidungsfindung Westeuropas im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003 ging Tony Blair „all-in“ und setzte seine eigene Zukunft aufs Spiel, um – was viele damals ahnten und heute wissen – Interessen fernab der Terrorbekämpfung durchzusetzen. Setzen wir unsere kleine Zeitreise nun fort und gehen zurück ins politische Deutschland und Frankreich des Jahres 2003. Was unterschied die beiden Länder von Großbritannien? Weiterlesen...

Europas Rolle im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003: Großbritannien (1/2)

20. Juni 2020 - Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika am 11. September 2001 Opfer von Terroranschlägen geworden waren, aktivierte der NATO-Rat erstmals in seiner Geschichte den Bündnisfall. Anders stellte sich die Ausgangslage rund eineinhalb Jahre später beim geplanten Einmarsch der Vereinigten Staaten im Irak dar. Der Angriff beschwor die größte Krise zwischen den USA und Europa seit dem Zweiten Weltkrieg herauf. Weiterlesen...

Was ist eigentlich Politik?

15. Juni 2020 - Wir alle reden täglich von Politik und über Politiker, meist abschätzig und aus einer eigenen Machtlosigkeit heraus. Wir folgen und befolgen, geben Verantwortung ab, erwarten dafür aber auch Sicherheit. Doch wie funktioniert Politik wirklich und warum brauchen wir das? Weiterlesen...

Money talks

08. Juni 2020 - Möglicherweise haben Sie es schon gelesen und falls nicht, werden Sie es wahrscheinlich nicht sofort glauben: Dem Pentagon sind zwischen 1998 und 2015 „rund“ 21 Billionen Dollar (englisch: „trillion“, also kein Übersetzungsfehler) verloren gegangen. Oder besser gesagt: Das Geld ist ausgegeben worden, ohne dass für die Verwendung irgendwelche Belege vorhanden sind. Wie lässt sich die Summe einordnen im Vergleich zu all den Vermögenswerten dieser Welt? Weiterlesen...

Kanonenbootpolitik in Venezuela: Die Eskalation (2/2)

06. Juni 2020 - Im ersten Teil widmeten wir uns den Besonderheiten der politischen Kultur in Lateinamerika und der tiefen Verankerung des Sozialismus in der Gesellschaft Venezuelas. Wir endeten vor der Frage, wie aus dem ehemals stabilen Land innerhalb weniger Jahre der größte Krisenherd des Kontinents werden konnte. Warum formierte sich ein so früher Widerstand gegen den Wahlsieger 2013 Nicolás Maduro, der die erfolgreiche Politik seines Vorgängers mitgeprägt hatte? Weiterlesen...

Die Selbstzerstörung der CDU

04. Juni 2020 - Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass der Youtuber und/oder Influencer „Rezo“ mit seinem kritischen Video „Die Zerstörung der CDU“ die deutsche Politik und Medienlandschaft aufscheuchte. Wohl nicht ganz zufällig ein Jahr später veröffentlicht er nun mit „Die Zerstörung der Presse“ einen Nachfolger. Das ist die Gelegenheit mal zurückzuschauen: Was hat sich seitdem im Mediendiskurs und in der Bewertung seiner Person und seines Beitrages getan? Weiterlesen...

Kanonenbootpolitik in Venezuela: Die Ausgangssituation (1/2)

30. Mai 2020 - In Venezuela tobt derzeit ein Kampf gegen das Ende einer Ära – gegen das Ende der politischen Linken in Südamerika. Da dieses Ende nicht nur von der innenpolitischen Opposition, sondern auch mit nahezu allen Mitteln von außen durch die USA forciert wird, ist es ein Konflikt von globaler Dimension. Um zu verstehen, was vor sich geht, muss man ein wenig in die politische Kultur Lateinamerikas eintauchen. Weiterlesen...

Was ist hier los?

Populismus, Propaganda und Manipulation bestimmen wieder einen bedeutenden Teil der medialen Diskussion auf nationaler wie globaler Ebene. Desinformation und undurchsichtige Kanäle erschweren der Öffentlichkeit die Orientierung und werden zum Symptom der gesellschaftlichen und politischen Krisen. Etablierte und alternative Nachrichtenportale transportieren zunehmend politische und ökonomische Interessen, anstatt unabhängigen und kritischen Journalismus zu bieten. Setzt sich dieser Trend der ideologischen Spaltung und Hysterie fort, sind unsere demokratischen Errungenschaften gefährdet. Zeit, sich mehr Überblick zu verschaffen. Weiterlesen...

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